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Schiller Ralph

Kurzfristig kann man keine nachhaltig erfolgreiche Marke aufbauen

1. Welchen Stellenwert hat Marke zur Führung Ihres Unternehmens?

Bei uns spielt das Thema leider derzeit eine untergeordnete Rolle. Alle Marketingmaßnahmen sind auf Abverkauf ausgerichtet. Sowohl B2B2C als auch B2C.
Reine Brand-Massnahmen unterbleiben derzeit, auch wenn sie langfristig wahrscheinlich zu höheren Warenkörben führen.

2. Wie hilft Ihnen, die Marke, konkret ihr Unternehmen, zu führen und Entscheidungen zu treffen?

Hinter jeder Marke stehen unterschiedliche Geschäftsmodelle und damit unterschiedliche Target groups.
Dennoch fällt es bei totaler Markttransparenz im Veranstalterbereich schwer Mehrwerte über die Marke zu vermitteln.

3. Was sind aus Ihrer Sicht Irrtümer der Markenführung, die es zu vermeiden gilt?

Dass man kurzfristig eine nachhaltig erfolgreiche Marke aufbauen kann. Und dass man das mit einem Me-too-Produkt nur schwer nachhaltig umsetzen kann.

4. Welchen Ratschlag würden Sie anderen Unternehmen für die Markenführung geben?

Verfügt man über ein exklusives Produkt, steht die Marke für die Qualität des Produktes.
Steht die Marke für eine Dienstleistung, die kein exklusives Produkt vermarktet, ist die bedingungslose User- oder Kundenorientierung das einzig selig machende. Oder man ist in der Lage die Dienstleistung konkurrenzlos effizient anzubieten.
Das ist nichts Neues aber ändert sich auch nicht wirklich, selbst wenn es immer wieder probiert wird.

5. Welches Unternehmen bewundern Sie für seine Markenführung?

Es gibt nach wie vor reichlich Love Brands, die das entweder über ihre Dienstleistung (Amazon) oder ihr Produkt (Porsche, Apple) vorbildlich machen. In der Reisebranche bewundere ich booking für die bedingungslose Kundenorientierung in Sachen usability.