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Dr. Werner Zenz

best in family banking – diese Positionierung macht uns unverwechselbar und einzigartig

1. Welchen Stellenwert hat Marke zur Führung Ihres Unternehmens?

Die Marke „Bankhaus Spängler“ hat sich über viele Jahre entwickelt und etabliert: Das Bankhaus Spängler ist die älteste Privatbank Österreichs (seit 1828) und befindet sich nach wie vor im Familienbesitz. Das hat sich in die Köpfe der Menschen (Kunden und Mitarbeiter) eingeprägt. Damit die Bank auch in Zukunft gut positioniert ist, haben wir eine klare Markenausrichtung, die Teil unserer strategischen Planung ist. Unser Leitspruch heißt: Best in Family Banking. Damit ist uns ein starkes Alleinstellungsmerkmal gelungen. Markenführung ist „Chefsache“. Entscheidend ist, dass die Führungskräfte und Mitarbeiter unser Leistungsversprechen kennen und verinnerlichen und es als Multiplikator in das gesamte Unternehmen tragen. Denn letztendlich und vor allem sind sie die Markenbotschafter.

2. Wie hilft Ihnen die Marke konkret Ihr Unternehmen zu führen und Entscheidungen zu treffen?

Unsere Marke ist das Fundament unserer strategischen Ausrichtung. So sind der persönliche Kontakt zum Kunden, Unabhängigkeit, Risikobewusstsein und Zukunftsorientierung zentrale Elemente der Marke „Bankhaus Spängler“, auf Basis dessen wir unsere Entscheidungen treffen. Wir arbeiten mit strategischen Instrumenten, damit sowohl Führungskräfte als auch Mitarbeiter wissen, wo die Reise hingeht, sich mit der Marke identifizieren und sie vorleben können. Das hilft uns dabei, die Bank auch in Zukunft stark und unverwechselbar am Markt zu positionieren, unseren integrierten Beratungsansatz zu stärken und unsere Digitalisierungsstrategie erfolgreich umzusetzen.

3. Was sind aus Ihrer Sicht Irrtümer der Markenführung, die es zu vermeiden gilt?

Die Markenführung ist keine Aufgabe der Marketing-Abteilung, sondern muss wesentlich vom CEO getragen werden und darf auf keinen Fall auf das Logo und gute Werbung reduziert werden – das sind nur Teilaspekte. Vielmehr ist das gesamte Unternehmen Ausdruck der Marke und trägt zur Umsetzung des Leistungsversprechens bei. Gerade im Bankenbereich gibt es über die Mitarbeiter viele Kontaktpunkte zum Kunden. Wurde das Leistungsversprechen den Mitarbeitern falsch oder unzureichend vermittelt, kann die Markenbotschaft nicht zum Kunden getragen werden.

4. Welchen Ratschlag würden Sie anderen Unternehmen für die Markenführung geben?

Eine starke Marke bildet das Fundament eines Unternehmens. Ist das Markenverständnis klar in der Organisation verankert und „leben“ die Mitarbeiter die Marke, wird das Unternehmen vom Kunden als authentisch wahrgenommen. Das bringt Vertrauen. Das ist im Finanzsektor besonders wichtig. Aktive Markenführung führt sozusagen zu einem „Perpetuum mobile“ des Vertrauens zwischen Unternehmen und Kunden.

5. Welches Unternehmen bewundern Sie für seine Markenführung?

Red Bull, Apple und Google sind zum Beispiel Marken, die mittlerweile Kultstatus erlangt haben – bei Kunden und Mitarbeitern. Die Identität der Marke prägt das Denken und Handeln des Unternehmens. Wenn sich die Mitarbeiter mit der Marke identifizieren und sie diese mit Begeisterung nach außen tragen, hat ein Unternehmen in punkto Markenführung vieles richtig gemacht. Dabei spielt die Größe des Unternehmens keine Rolle. Denn nicht nur Weltkonzerne können eine starke Marke haben, sondern jedes Unternehmen kann sich durch eine klare Markenstrategie differenzieren.