Impressionen
Die Inhalte des 19. Destination Excellence Circle
Vom reinen Pistenvergnügen zum ganzheitlichen Naturerlebnis
Unter dem ersten Impuls „Vom reinen Pistenvergnügen zum ganzheitlichen Naturerlebnis“ wurde darüber reflektiert, wie sich Wintersportdestinationen jenseits des Skifahrens weiterentwickeln können, ohne ihr Kernprodukt zu verwässern. Dabei wurden die Voraussetzungen für ergänzende Angebote diskutiert – von Monetarisierung und Wertschöpfung über skalierbare Produkte bis hin zur notwendigen Infrastruktur und Angebotsdichte im Ort. Die Relevanz von Schnee für sämtliche Wintersportaktivitäten ist unbestritten. Hybride Winter-Sommerangebote erweisen sich kommunikativ jedoch als nicht sinnvoll. Ski und Wintersport stehen im Zentrum und sollten zeitgemäß positioniert sowie emotional vermarktet werden – inklusive neuer Zugänge für Einsteiger und Nachwuchs.
Winterurlaub als Produkt für Eliten
Ausgehend von der Hypothese „Winterurlaub entwickelt sich mehr und mehr zu einem Produkt für Eliten“ wurde diskutiert, welche Rolle Premium als strategischer Hebel für Positionierung, Attraktivität und Zahlungsbereitschaft spielen kann und wie sich Premium in Marke und Erlebnisqualität übersetzen lässt. Es gilt, zahlungskräftige Zielgruppen über verschiedene Märkte hinweg gezielt zu aktivieren. Um unterschiedliche Erwartungshaltungen präzise zu bedienen, ist eine Differenzierung innerhalb des Premiumsegments in Bezug auf konkrete Erlebnis- und Servicelevels notwendig. Im Gegensatz dazu steht die Bearbeitung der Mainstream-Zielgruppe mit Implikationen wie Effizienzsteigerungen, Service-Reduktionen und finanziell attraktiven Packages.
Flow-Erlebnisse als Treiber der Begehrlichkeit
Unter der Leitfrage „Warum Flow-Erlebnisse die Begehrlichkeit treiben“ wurde reflektiert, wie Wintersport durch eine weniger technische und stärker emotionale Kommunikation sowie ein konsequent am Gästeerlebnis ausgerichtetes Produktdesign an Begehrlichkeit gewinnt. Im Fokus stand dabei der „Flow“, der den unterschiedlichen Zielgruppen als gestaltbares Erlebnisversprechen über Lernlogiken, niedrigschwellige Einstiegsangebote und Challenges ermöglicht wird. Ergänzend spielen die Guest Journey und die Stressreduktion (von der Anreise bis zur Kapazitätssteuerung) eine zentrale Rolle, um wiederholbar stimmige Erlebniszustände zu ermöglichen.
Die Entwicklung des Spätwinters
Abschließend wurde unter der Fragestellung „Was ist mit dem Spätwinter los?“ darüber diskutiert, warum die zweite Winterhälfte in vielen alpinen Destinationen an Nachfrage verliert und welche strategischen Konsequenzen sich daraus für das Ganzjahresmodell ergeben. Im Fokus standen die zeitliche und räumliche Verschiebung der Nachfrage (u.a. in den Jänner oder im Spätwinter Richtung Süden) sowie die Frage, warum Mengenkompensation über den Sommer nicht automatisch Wertkompensation bedeutet. Der Spätwinter muss als eigenständiges Erlebnisversprechen neu inszeniert werden. Events können einen ersten Aktivierungsimpuls darstellen, sind jedoch nicht die alleinige Lösung.
Save the date - Destination Excellence Circle #20
Jubiläumsausgabe | 18.-19.06.2026 | Hamburg
Vom 18. -19. Juni 2026 lädt das Institute of Brand Logic zur 20. Jubiläumsausgabe des Destination Excellence Circle in Hamburg ein. Wir freuen uns, auch dieses Mal wieder führende Entscheidungsträger:innen renommierter Destinationen und touristischer Unternehmen aus Südtirol, Deutschland, Österreich und der Schweiz zu der vom Institute of Brand Logic halbjährlich organisierten Veranstaltung willkommen zu heißen. Hochkarätige Einblicke in das Destinationsmanagement der Stadt Hamburg und die Idee, touristischen Erfolg neu zu messen, wird uns Michael Otremba, Geschäftsführer der Hamburg Tourismus GmbH, geben.
Auf ein baldiges Wiedersehen in unserer Destination-Excellence-Runde in Hamburg!
